Heizung: Allgemeines

Allgemeines über Heizung


Nachstehend haben wir einige unterschiedliche Arten von Heizungen bzw. Heizkörpern, Brennstoffen usw. aufgelistet und versuchen die Vor- und Nachteile aufzuzeigen:


Heizung


Als Brennstoffe kommen unter anderem Erdgas, Flüssiggas, Heizöl, Strom, Kohle, Stroh, Holz, Biogas oder Pflanzenöle zur Anwendung. Experimentell wird auch Getreide verwendet, zur Einhaltung der Abgaswerte und gegen Korrosion am Brenner muss es jedoch frei von Stroh- und Halmresten sein und chlor- und kaliumarm gedüngt sein.

Brennmaterial für Heizungen

Moderne Zentralheizungen arbeiten heute zum Teil mit Brennwerttechnik. Die üblichen Brennstoffe sind hier Gas oder Öl.
Holzvergaserkessel haben die alten flammenden Holzheizungen weitgehend abgelöst.
Die vermehrt nachgefragten Pelletheizungen verbrennen — weitgehend CO2-neutral — Holzpellets. Es handelt sich dabei um Pressholz in länglicher Granulatform.
Hackschnitzelanlagen werden in Gebieten mit hohem Waldanteil verwendet. Dazu wird meist Abfallholz, das für die Holzindustrie nicht brauchbar ist, gehäckselt. Da die Anlage mit relativ hohen Investitionen verbunden ist, eignet sich diese Heizart nur für mittlere und größere Abnehmer (z. B. Bauernhöfe, Heizwerke für Nah- und Fernwärmenetze).

Infrarotheizung

Eine besondere Form der Einzelheizung ist die Erzeugung von Infrarot-C-Strahlung aus elektrischem Strom. Bei diesem Verfahren wird durch ein Kohlefasergewebe Infrarotstrahlung erzeugt und ausgesendet. Infrarot-C erwärmt in erster Linie lebende Organismen im Abstrahlungsbereich und nicht die Räume selbst. Dadurch wird ein sehr hoher Wirkungsgrad erreicht, der Energie spart. Die langfristige Ungefährlichkeit von Infrarot-C wurde wissenschaftlich durch das Institut Biolicht an der Berliner Charité nachgewiesen.[1] Allerdings wirkt Infrarot-C nur auf der Hautoberfläche, somit dauert es deutlich länger, bis sich ein Wärmeempfinden einstellt, als mit den tiefer eindringenden IR-A oder IR-B.[2]

Einzelheizung

Eine einfache Form der Raumheizung ist die der Einzelheizung. Sie hat den Zweck, die direkte Umgebung, in der sie steht, zu beheizen. Sie kann aus einem offenen Kamin, einem geschlossenen Ofen (z. B. Kachelofen, Grundofen, Dauerbrandofen mit angeschlossenem Öltank) oder aus einer elektrisch betriebenen Widerstandsheizung (z. B. Heizlüfter, Heizstrahler oder Elektrospeicher-Heizung) bestehen.

Erdwärme

Zur Gebäudeheizung mit Erdwärme werden in Verbindung mit Wärmepumpen und Niedertemperaturbeheizung wie z. B. der Fußbodenheizung nur relativ niedrige Temperaturen benötigt. Für ein Einfamilienhaus sind ein bis zwei oberflächennahe Bohrungen notwendig. Vorteil dabei ist, dass diese Anlagen im Sommer auch zur Gebäudekühlung eingesetzt werden können. Erstmals flächig erforscht werden soll der Einsatz von Erdwärme im Erdwärmepark in Neuweiler im Nordschwarzwald; einem Baugebiet, in dem ausschließlich Erdwärme zum Zweck der Gebäudeheizung und –kühlung verwendet wird.

Fernwärme

Wird die Wärme zentral in einem Heizkraftwerk erzeugt oder die Prozessabwärme von Industrieanlagen genutzt und an mehrere räumlich entfernte Wärmeabnehmer verteilt, so spricht man, je nach räumlicher Größe des Wärmeverbundes, von einer Nahwärme- beziehungsweise Fernwärmeversorgung. Derartige Wärmeverbundnetze finden bei der Wärmeversorgung von Stadtteilen und in Industrieanlagen Verwendung. Als Brennstoffe werden hier überwiegend Erdöl, Erdgas oder Kohle eingesetzt.

Bivalente Heizungen

Heizanlagen für mehrere Brennstoffe werden als bivalente Heizung bezeichnet, so etwa kombinierte Solar/Brenner-Heizungen (Solar und Öl/Holz/Gas/u.a.), Scheitholz-Kombianlagen (Holzvergaser mit Pelletsmodul), Allesbrenner (klassischer Holz/Koks-Kessel), und andere. Anlagen für mehr als zwei Energieformen sind nur in der Kraftwerkstechnik üblich.

Zentralheizung

Eine Zentralheizung (Sammelheizung) hat eine zentrale Heizstelle und versorgt über Wasser als Trägermedium einen oder mehrere Räume oder Gebäude.

Warmwasserheizung

Eine Warmwasserheizung besteht aus einem zentralen Wärmeerzeuger, der das Wärmeübertragermedium Wasser erwärmt und mit einer Umwälzpumpe oder durch den Dichteunterschied des Wassers (Schwerkraftheizung) durch Rohrleitungen (Vorlauf) zu den Heizflächen fördert, die die Wärme durch Konvektion der Luft an den Heizkörperoberflächen an den zu beheizenden Raum abgeben. Anschließend fließt das abgekühlte Wasser über die Rücklaufleitungen zurück zum Wärmeerzeuger.

Die Warmwasserheizung arbeitet mit Wassertemperaturen zwischen 30 °C (Niedertemperaturheizsystem) und 90 °C. Das Wasser wird durch Rohrsysteme in Heizkörper (Heizleiste, Radiator), Fußbodenheizung oder Wandheizung gepumpt und gibt dort Wärme ab.

Geschichte der Warmwasserheizung

Die Warmwasserheizung setzte sich im privaten Wohnungsbau erst nach und nach ab 1900 durch. Die älteste bekannte Warmwasserheizung entwickelte 1716 der Schwede Marten Trifvald. Sie diente der Beheizung eines Treibhauses im englischen Newcastle. Ab 1850 ließen sich bald einige Fürsten und wohlhabende Bürger Warmwasserheizungen in ihre Schlösser und Villen einbauen. Erwähnenswert sind hier das 1867/68 von August Orth erbaute Palais Strousberg in Berlin.


Heizkörper - Funktion

Heizkörper (u. a. aus Wikipedia)
Heizkörper dienen als Teile von Heizungsanlagen der Beheizung von Räumen und Gebäuden.
Funktion:
Am verbreitesten ist die Verwendung des Begriffs Heizkörper für die meist metallischen Hohlkörper einer Raumheizung, die als Radiatoren, Konvektoren (Konvektion) oder auch Heizleisten bezeichnet werden. Es handelt sich um wärmeübertragende technische Bauteile für die Wärmeübertragung von im Heizmedium (meist Wasser) enthaltener thermischer Energie an die Umgebung (meist Luft), um eine für den Raum bestimmte Temperatur herzustellen und aufrecht zu erhalten.
Früher waren vor allem Heizkörper aus Grauguss gebräuchlich; diese hatten, verglichen mit den heutzutage eingesetzten modernen Flachheizkörpern, eine geringere Oberfläche sowie eine sehr hohe Eigenmasse, waren dafür jedoch sehr korrosionsbeständig.
Kennzeichnend für die aktuell gängigste Bauform ist die gerippte Konstruktion (1960er Jahre) aus kaltverformten und rollgeschweißten Stahlblechen, dadurch werden große Oberflächen erzielt. Die so hergestellten Heizkörper werden lackiert oder pulverbeschichtet.
Daneben werden vermehrt auch Heizkörper aus Stahlrohr eingesetzt; speziell im Sanitärbereich wird diese Bauform aus praktischen (Handtuchtrockner) und ästhetischen Gründen eingesetzt.
Aktuelle Heizkörper sind in verschiedensten Ausführungen (Art der Anschlüsse, Länge, Breite) und auch Farben erhältlich und nach der Montage sofort einsatzfähig.
Sonderformen stellen Fußboden- und Wandheizungen, sowie Deckenstrahlplatten dar. Hier dienen die Oberflächen der mit Rohren oder elektrischen Heizdrähten versehenen Wände, Fußböden oder Deckenplatten als großflächige Heizkörper.

Strahlungswärme

Strahlungswärme wird z. B. durch Fußbodenheizungen, Kachelöfen, Infrarotheizungen und der Sonne erzeugt. Trifft Strahlungswärme auf Körper und Gegenstände, werden sie erwärmt. Die Wärme wird also nicht durch die Luft transportiert, Staubaufwirbelungen werden vermieden.
Im Gegensatz zur Infrarotheizung reagiert eine Fußbodenheizung eher träge. Dies erfordert deshalb eine vorausschauende Regulierung.

Konvektionswärme

Bei der Konvektionswärme wird die Luft am Heizkörper (Konvektor) erwärmt, steigt nach oben, über die Decke zur gegenüberliegenden Wand, kühlt sich auf dem „Weg“ langsam ab, sinkt nach unten ab, gelangt über den Boden wieder zum Heizköper erwärmt sich und so weiter. Durch diese ständige Luftbewegung gelangen auch Staubpartikel in den zirkulierenden Luftstrom. Das kann Allergie-Patienten Probleme bereiten.

(ohne Gewähr)